Judo

2. Büttgener Judonacht vom 15. auf den 16. Juni 2022 war wieder ein voller Erfolg

18. Juni 2022

Das erste
Das erste "Vorher-Foto"

Nach der 1. Büttgener Judonacht im Juni 2019 mussten „unsere Judoka“ und wir uns drei Jahre gedulden, bis es nun zur großen Neuauflage, wenngleich im abgewandelten Gewand kommen konnte. Da Corona, der Grund für die lange Pause, leider immer noch die Veranstaltungsmodalitäten mitprägt, haben wir uns dieses Jahr für eine Veranstaltung ohne Zuschauer jeglicher Art und ohne Mitmach-Teil für Judointeressierte vereinsinterne und -fremde Gäste entschieden, so dass nur den aktiv teilnehmenden Mitgliedern ab 8 Jahren die Türe zur Turnhalle der Grundschule Budica an der Lichtenvoorder Straße 35, in Kaarst offen stand. Na, so ganz richtig ist das nicht, denn ebenfalls als Vorsichtsmaßnahme, mussten alle TeilnehmerInnen unter Aufsicht zuerst auf dem Schulhof einen Schnelltest absolvieren, bevor sie dann zum Umziehen und Plätzesichern in die Halle eingelassen wurden. Da alle pünktlich waren, gab es hier nur eine kleine Verzögerung, da eine Handvoll Tests wiederholt werden mussten.

Nachdem die Plätze gefunden und die pers. Sachen verstaut sowie die freundlichen und vielfältigen Spenden der Eltern für unser Abendbuffet auf den dafür vorgesehenen Tischen platziert waren, ging es ans gemeinsame Mattenaufbauen und als auch diese Aufgabe flink getreu des Mottos „viele Hände, schnelles Ende“ gemeistert war, wurden die Teilnehmer noch einmal durch die Abteilungsleiterin Marion Pfaff und ihren Stellvertreter Claus Clüsserath begrüßt und die Veranstaltung offiziell eröffnet.

Was natürlich ganz zu Beginn auch nicht fehlen darf, ist das „Vorher-Foto“, um den direkten Vergleich der Ringe unter den Augen zum viel später folgenden „Nachher-Foto“ ziehen zu können. Hier zeigte sich, dass das Fehlen von Eltern und Zuschauern durchaus eine Hürde beim Gruppenfoto aller mit sich bringt, aber dank eines Stativs und Fernauslösers konnte auch diese Hürde schnell gemeistert werden. Doch sollte dieser Umstand und die recht dünne Betreuerdecke (neben Marion Pfaff und Claus Clüsserath war noch Co-Trainer Hendrik Steinig die ganze Zeit mit vor Ort und Beisitzer und Trainer Herbert Thora half bei seinem ersten Einsatz nach seiner gut überstandenen Hüft-OP im Rahmen seiner Möglichkeiten am Abend und tagsdrauf ab dem Frühstück mit aus) dafür sorgen, dass es diesmal nicht so viele Fotos gibt und diese insbesondere nicht von den Einheiten, die besonders betreuungsintensiv waren, aber Fotos vom Judo haben wir ja auch genug ;-)

Nach einem ersten Training ging es dann zur gemeinsamen Stärkung ans verführerische Buffet, das für jeden Geschmack und jede Ausrichtung ausreichend Auswahl parat hielt. Da wir mit dem Wetter Glück hatten – na gut, etwas kälter hätte es gerne sein können – konnten wir alle Mahlzeiten draußen vor der Halle an den dafür aufgebauten Tischen und Bänken in großer Runde zusammen einnehmen.

Im Anschluss an das Abendessen ging es dann wieder zurück auf die Matte und mit spielerischen Elementen wurde darauf geachtet, dass nach dem Essen nicht gleich zu viel Gas gegeben wurde, bis dann um 21:00 Uhr der Feinschliff für die anstehende Kyu-Prüfung begann.

Den nächsten Block bestimmte das Üben der Vorführungen der Judoabteilung auf der Familiade des VfR Büttgens, die am 27. August in und um die Radsporthalle anlässlich des Jubiläums zum 110jährigen Bestehens des VfRs und mit Aktionsflächen aller neun Abteilungen sicherlich zu recht als eines der sportlichen Highlights des Jahres 2022 im Großraum Kaarst angepriesen und voller Spannung erwartet wird. Was wir da genau geprobt haben, werden wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Kommt einfach am 27. August in die Radsporthalle, dort werden wir gegen 12:00 Uhr und 15:00 Uhr dieses Geheimnis bei zwei Vorführungsblöcken der Judoabteilung lüften. Oder am besten noch: seid aktiv mit dabei und repräsentiert unsere Abteilung und unseren schönen Sport, anmelden dazu kann man sich hier ;-)

Bei diesem heißen Wetter ist ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sehr wichtig, so dass wir nicht nur nach jedem Block eine Trinkpause machten, sondern auch in den längeren Blöcken selber noch die Möglichkeit zum Trinken anboten.

Um 23:30 Uhr sollte dann der einzige Nicht-Judo-Teil, das Anschauen eines für alle Altersklassen geeigneten Films per Beamer und Leinwand, den jüngeren der Teilnehmenden eine gewisse Bettschwere bescheren, hatten sie doch extra nun eine sportliche Pause bis 6:00 Uhr, die die anderen Altersklassen füllen würden, doch weit gefehlt. Selbst die Jüngsten hielten vereinzelt die Nacht durch und auch die, die sich auf den mitgebrachten Matten und Decken zur Ruhe betteten, tauschten sich noch rege über Stunden aus. An Schlafen wollte erst einmal niemand denken.

Gegen Ende des Films gab es noch einmal einen verspäteten Mitternachtssnack, als der Duft von frisch gemachter Pizza die Halle erfüllte. Hm, und die schmeckte …. herrlich.

Dann ging es erneut ans Eingemachte und Judo dominierte wieder das Geschehen: von 1:00 Uhr bis 3:00 Uhr stand Kata-Training für die angehenden Blaugurte auf dem Programm. Ist dies eigentlich nicht die Zeit, zu der man Kata übt, da man dafür sehr stark konzentriert sein muss, machten die vier ihre Sache wirklich prima.

Ab 3:00 Uhr begann dann der Gruppenübungsblock. Wir hatten die ganze Teilnehmerschar in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils 90 Minuten Action auf der Matte hatten. Zwar war als Schwerpunkt eine etwas ruhigere Bodenarbeit eingeplant, um auch nicht zu viel Krach durch Fallübungen, Abschlagen & Co zu verursachen, doch als die ersten sich im Haltegriff zurechtkuschelten und einschliefen, mussten wir doch wieder etwas mehr Gas geben und so sorgten Auflockerungsspiele, Kreiswerfen und Kampfeinheiten dafür, dass zumindest auf der Matte nicht mehr an Schlaf gedacht wurde.

Während der Einheit der 2. Gruppe ging dann gegen kurz nach 5:00 Uhr die Sonne über Büttgen und der Halle auf, da macht Judo doch gleich noch einmal so viel Spaß.

Zu Beginn der letzten Gruppe, der Youngster, um 6:00 Uhr bedurfte es dann doch vereinzelt einiger Mühe, um die mittlerweile größtenteils eingeschlafenen Kids der jüngeren Jahrgänge zu wecken und zum Betreten der Matte zu motivieren. Aber auch das gelang prima. Und nicht nur die Jüngsten hatten den Schlafmodus aktiviert, dies zog sich bisweilen quer durch alle Altersklassen.

Während auf der Matte der letzte Block absolviert wurde, wurden dann vereinzelt die Dusch- und Waschräume konsultiert, wobei es nicht zu leugnen ist, dass einige Judoka doch lieber auf der Decke verweilten, als unter der Dusche die Lebensgeister für die restlichen Stunden zu (re)animieren. Andere hatten sich offensichtlich immer noch nicht genug bewegt und spielten lieber eine Runde Floorball, bevor es dann nach einem erneuten Corona-Test gegen 8:00 Uhr für alle ein leckeres und vielfältiges Frühstück gab. Eben noch schnell Abräumen, Spülen (hust … ) und das eigene Nachtlager zusammenpacken, damit der nächste Programmpunkt, der etwas mehr Platz braucht, gestartet werden konnte.

Denn ab 9:00 Uhr wurde eine Judo-Safari abgehalten. Eine Judo-Safari ist ein Fünfkampf für alle Judoka bis einschl. 14 Jahre, bestehend aus einer Lauf-, einer Sprung- und einer Wurfdisziplin, einem Kreativteil und einem japan. Turnier, bei dem nach Gewicht sortiert von leicht nach schwer gegeneinander gekämpft wird und der Gewinner für max. fünf Kämpfe in Folge auf der Matte stehen bleibt. Wer seinen ersten Kampf verloren hat, kommt in eine Trostrunde nach dem gleichen Muster, nur dass man dort max. 4 Kämpfe hintereinander gewinnen kann. Und für jede Leistung aus allen Disziplinen und jeden gewonnenen Kampf bekommt man Punkte, die dann man Ende zu einer Gesamtbewertung in Form von farbigen Tieren, angelehnt an die Gürtelstufen im Judo, zusammengefasst werden.

Den Anfang nach dem Aufwärmen machte die Laufdisziplin. Hier galt es, einen Parcours, der zuerst noch gemeinsam aufgebaut werden musste, möglichst schnell zu bewältigen. Neben vielen Laufpassagen gab es auch eine Slalomstrecke, eine Balanciereinheit und man musste sich bäuchlings nur mit den Armen über eine Bank ziehen. Danach ging es an den Standweitsprung, wo jeder drei Versuche hatte, um aus dem Stand möglichst weit zu springen bevor die letzte Disziplin, das Sockenzielwerfen in Boxen und Kegel, den Leichtathletikblock beendete.

Die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als während des Wettbewerbs auf einmal die 1. stellvertretende Bürgermeistern der Stadt Kaarst, Nina Lennhof, mit einem ihrer Kinder die Halle betrat und es sich auch am Feiertag nicht nehmen ließ, unseren Judoka für die letzten 5 Stunden noch einmal tolle aufmunternde und motivierende Worte mit auf den Weg zu geben. Nicht nur das, sie bleib auch noch und feuerte nach besten Kräften über zahlreiche Minuten die Sportler bei ihren Anstrengungen an. Dass gerade Nina Lennhof uns diese Freude machte, war für uns gleich doppelt schön, war Familie Lennhof doch auch über viele Jahre Mitglied in unserer Judoabteilung. So gab es auch die Möglichkeit, ein paar vergangene gemeinsame Erlebnisse aufzuwärmen. Klar, dass Nina Lennhof uns auch noch für einige Erinnerungsfotos mit ihr zur Verfügung stand, bevor sie dann schweren Herzens zum nächsten Termin musste.

Nach dem ersten sportlichen Teil der Judo-Safari ging es nun nahtlos in den Kreativteil über. Hier trug Marion Pfaff eine selbstgeschriebene Geschichte rund um die Judowerte vor. Judo ist nämlich weit mehr als nur Technik, Taktik, Fitness und Kraft, denn Judo ist auch die Vermittlung von zehn Werten, die unser Handeln auf der Matte, aber auch im Alltag prägen und bestimmen. Das ist einer der vielen Gründe, warum Judo ein ganz besonderer Sport ist.

Im Anschluss bekamen die Judoka die Aufgabe, Szenen aus dieser Geschichte zu malen, um daraus später evtl. eine illustrierte Ausgabe der schönen Story erstellen zu können, die vielleicht noch vielen weiteren Generationen den Zugang zu den Werten und ihrer Umsetzung erleichtert.

Nach diesem ereignisreichen Vormittag gab es wieder eine Stärkung in Form von heißen Nudeln mit Tomatensauce, einem Gericht, mit dem man nicht viel falsch machen kann, wenn man mal von den roten Sprenklern auf den Judoanzügen absieht.

Den sportlichen Abschluss bildete im Anschluss das schon beschriebene japanische Turnier, das Claus Clüsserath als Kampfrichter auf der Matte leitete, und bei dem es einige sehenswerte Techniken zu bestaunen gab, bevor es dann gegen Ende der Veranstaltung zum ebenfalls schon angesprochenen „Nachher-Foto“ kam.

Noch ein letztes gemeinsames Abgrüßen, dann schnell noch alles Auf-, Ab- und Wegräumen und dann aber schnell nach Hause ins Bett. In der Summe vom Auf- bis zum Abschließen der Halle haben wir unsere Planung doch leicht überboten, so dass wir am Ende auf 23 Stunden gemeinsamer Zeit im Zeichen des Judo zurückblicken dürfen.

Wir möchten uns herzlich bedanken für die viele Unterstützung, für die Spenden zu unserem Buffet, der Mitternachtspizza und Mittagessen, die Unterstützung beim ersten Testen vor der Halle, bei der Stadt Kaarst für die Genehmigung unserer Veranstaltung und die Bereitstellung der Notbeleuchtung, bei allen helfenden Händen in der Vorbereitung und dem Abbau, bei Nina Lennhof für ihren Besuch und natürlich bei allen Aktiven, die durch ihre Teilnahme und ihre tollen Leistungen diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben.

Danke auch für die vielen lieben und positiven Worte, die uns in so kurzer Zeit auch unmittelbar nach der Veranstaltung bereits erreicht haben und die Nachfrage, wenn denn endlich die 3. Büttgener Judonacht steigen wird ;-) Wir nehmen das gerne als Ansporn, dieses Konzept weiter auszubauen und wer weiß, vielleicht klappt es ja schon beim nächsten Mal wieder mit Besuchern und Mitmach-Aktionen.

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Hier noch schnell die Ergebnisse der Judo-Safari:

Roter Fuchs:

Hojjat M.

John P.

Lena S.

Louisa O.

Louisa R.

Malia S.

Saleh M.

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Grüne Schlange:

Annabell M.

Ava A.

Laura P.

Quinn B.

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Blauer Adler:

Enno S.

Jan K.

Jule K.

Lea D.

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Brauner Bär:

Finn R.

Sara D.

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Schwarzer Panther:

Tristan P.

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Herzlichen Glückwunsch zu Euren tollen Leistungen!

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Vielen Dank und beste Grüße

Das Judoteam

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PS: wer gerne möchte, kann für 4,- € das offizielle Set des Deutschen Judo Bundes für das erreichte Ergebnis der Judo-Safari bestellen. Das Set besteht aus einer Urkunde, einem Aufnäher für den Judogi und einem Aufkleber für den Judopass. Wer dieses Set bestellen möchte, meldet sich bitte spätestens bis zum 31. August 2022 per E-Mail an judo@vfr-buettgen.de mit dem Betreff „Set der Judo-Safari“ bei uns

Weitere Bilder
Das erste "Vorher-Foto" mit Betreuern
kurz vor dem Angrüßen
Abendbuffet
Abendbuffet
in der Nacht auch mal leise draußen zum Abkühlen
Bäri ist auch wieder mit dabei
Filmschauen zum Müdewerden ... das war der Plan
Filmschauen zum Müdewerden ... das war der Plan
geordnetes Schuh-Chaos
1:00 Uhr die Kata-Truppe formiert sich
1:00 Uhr die Kata-Truppe
1:00 Uhr die Kata-Truppe
3:00 Uhr die Gruppe der "Älteren"
3:00 Uhr die Gruppe der "Älteren"
4:30 Uhr die Gruppe der "Mittleren"
4:30 Uhr die Gruppe der "Mittleren"
an Schlafen ist hier noch lange nicht zu denken
Unfug geht immer :-)
Gute Nacht
Sonnenaufgang über der Halle
dann doch mit etwas mehr Schwung
kurz vor 6:00 Uhr: Guten Morgen, Sie hatten einen Weckanruf bestellt ...
6:00 Uhr die Gruppe der "Jüngeren"
6:00 Uhr die Gruppe der "Jüngeren"
auch bei den Älteren vereinzelte Schlaferfolge
Floorball vor dem Frühstück
Frühstück
Gruppenfoto mit Nina Lennhof, 1. stellvertr. Bürgermeisterin der Stadt Kaarst
Gruppenfoto mit Nina Lennhof, 1. stellvertr. Bürgermeisterin der Stadt Kaarst
Standweitsprung
Sockenzielwerfen
Einstimmung auf die Kreativaufgabe
hier wird gemalt
hier wird gemalt
hier wird gemalt
hier wird gemalt
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Die Ergebnisse der Kreativaufgabe
Mittagessen
Spaß auf der Matte
wer schläft, ist selber schuld
letztes Gruppenbild, das gefürchtete "Nachher-Foto"
Kurz vorm Abgrüßen, Ende der Veranstaltung

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