Judo

30.03.2019: Besuch des Bundesligakampftages Bayer Leverkusen gegen SUA Witten

7. März 2019

30.03.2019: Besuch des Bundesligakampftages Bayer Leverkusen gegen SUA Witten

Am letzten Märzwochenende, genauer gesagt am Samstag, dem 30. März, wollten wir etwas ganz besonderes machen und haben den Bundesligakampftag der Herrenmannschaften des Bayer 04 Leverkusen und der SUA Witten in Leverkusen besucht. Diese beiden Mannschaften versprechen schon seit Jahrzehnten anspruchsvolle Judokämpfe in den Lokalderbys gepaart mit dem Flair der höchsten deutschen Liga, der 1.Bundesliga! Da sollte jeder mal reingeschnuppert haben!

Start der Kämpfe war um 16:00 Uhr. Da der Eintritt aber frei ist und es entsprechend voll werden würde, trafen wir uns bereits um 15:00 Uhr in der Halle 10 der Herbert-Grünewald-Hallen in der Kurt-Rieß-Anlage, Tannenbergstraße 57 in 51373 Leverkusen, eine Wegbeschreibung und Luftbilder der Anlage und Hallen befinden sich weiter unten im Downloadbereich.

Die Anreise verlief weitestgehend unproblematisch, hatten wir im Vorfeld doch gewisse Befürchtungen, dass die Fans der Borussia aus Mönchengladbach die Straßen in Richtung Düsseldorf wegen des Derbys in der Merkur-Spiel-Arena verstopfen würden, aber abgesehen von der Sperrung der A46 im Hildener Kreuz, die man erst über die B8 und dann über die A59 gut umfahren konnte, gab es keine Besonderheiten.

So kamen wir planmäßig und gut gelaunt an und fanden auch ausreichend Parkplätze direkt unter der Autobahnbrücke an der Bayer Anlage und auch die Plätze auf der Tribüne waren noch in ausreichender Anzahl verfügbar. Nun musste dann unser schönes Banner ausgerollt und aufgestellt werden, denn wir hatten uns eine Besonderheit für diesen Tag überlegt, um beide Teams zu grüßen, die auch gut ankam. Im Laufe der Veranstaltung sollte das Banner noch mehrmals zum Einsatz kommen und insbesondere Werner Adler tat sich als engagierter Bannerschwenker hervor.

Bevor es losging, hatten die Kids noch die Möglichkeit, in der Halle herum zu laufen und auch diverse Gerätschaften wurden mal eben erklettert.

Bemerkenswert war, dass die Kämpfer aus Witten (zu erkennen an den hellgrünen Anzügen) die Thailändische Trampelmethode zum Aufwärmen mit im Programm hatten und die Mannschaft von Gastgeber Leverkusen in die eigentlich dicht erscheinende Halle einen Bierpavillon mit auf die Matte brachten, damit beim anschließenden gemütlichen Umtrunk auch nichts schief gehen konnte.

Sehr beeindruckend war auch die Intensität, mit der sich alle Kämpfer aufwärmten. Und auch die Anzahl an Wurfansätzen und Wurfausführungen waren sehenswert, macht doch der ein oder andere Wettkämpfer alleine beim Aufwärmen sicherlich mehr Wurfansätze, als so mancher Hobbysportler in einem Jahr Training.

Und dann ging es los: die Mannschaft von SUA Witten stellte sich auf ihrer Seite auf der Matte auf und die Leverkusener Sportler liefen einzeln vorgestellt unter tosendem Applaus mit jeweils einem Einlaufkind aus den eigenen Reihen an der Hand um die Matte, um sich dann auf ihren Platz zu stellen. Das Einlaufkind von Nationalkaderathlet Gutsche hatte dann auch die Leverkusener Fahne beim Einlaufen mit in der Hand. Der Trainer der Gastgeber Willi Brumshagen begrüßte beide Teams, stellte die Kampfrichter und den Arzt, der nicht benötigt wurde, vor und gab die Matte für die Kämpfe frei.

Die Reihenfolge der Gewichtsklassen war zu diesem Zeitpunkt schon ausgelost und beide Trainer hatten ihre Aufstellungen abgegeben, denn in der Bundesliga der Herren gibt es erst 7 Hinkämpfe, dann kommt eine Pause und danach 7 Rückkämpfe. Am Ende zählt das Ergebnis aus allen 14 Kämpfen als ein Ergebnis. Erwähnt sei noch, dass es bei den Rückkämpfen zu mindestens drei Veränderungen in der Aufstellung gegenüber der Hinkämpfe kommen muss.

Dann ging es los und es wurde toller Sport auf der Matte geboten. Das Publikum ging voller Begeisterung mit und beklatschte viele sehenswerte Aktionen. Zu erwähnen sei auch, dass das Kampfrichtergespann sich erstaunlich einig war, auch wenn das Publikum die ein oder andere Situation gerne anders bewertet hätte, allerdings gab es eine Szene, wo es von keine Wertung über Waza-ari bis Ippon alle drei Möglichkeiten im KR-Trio gab, was natürlich umgehend eine Beratung auf der Matte nach sich zog.

Zur Pause hatte das Team aus Witten mit 5:2 die Nase vorne und auch die Rückkämpfe endeten wieder 5:2 für Witten, die damit ihrer auf dem Papier bestandenen Favoritenrolle gerecht wurden. Am Ende stand es also 10:4, in der Unterbewertung 100:37 für das Team aus Witten-Annen.

Nach den Kämpfen kam es zum fairen und freundschaftlichen Shake-Hands aller Sportler der beiden Teams bevor es dann zum Mannschaftsfoto und zur ersten kurzen Manöverkritik ging. Doch diese dauerte nicht lang und danach konnten die Autogrammjäger auf die Pirsch gehen. Alle Sportler und die im Judosport ebenfalls sehr bekannten Trainer und ehemaligen Leistungssportler waren gerne bereit, sich auf den vorbereiteten Mannschaftsfotos zu verewigen, so dass unsere Kids - zumindest die, die wollten - am Ende mit reicher Beute in Form vieler Unterschriften den Weg nach Hause antreten konnten.

Abgesehen von den Trainern Marion Pfaff, Werner Adler und Claus Clüsserath waren noch Charlotte S., Enno S., Hauke S., Jule K., Marco Steinig, Mustafa M. und Nicki C. mit nach Leverkusen gefahren und äußerten sich am Ende durchweg positiv.

Ende der Kämpfe war gegen 17:45 Uhr, und trotz intensiver anschließender Autogrammjagd waren wir gegen 19:00 Uhr zurück in den heimischen Gefilden.

Da dieser Ausflug so gut ankam und allen so viel Spaß gemacht hat (was vielleicht auch an schier unermesslichen Süßigkeitenvorräten gelegen haben mag, die auch mit vollem Einsatz gemeistert wurden), man direkt an der Matte war und somit mitten drin im Geschehen saß und es keine endlose Pause gab, wird das bestimmt nicht der letzte Ausflug dieser Art gewesen sein.

Nochmals vielen Dank an alle MitfahrerInnen, die zu diesem schönen Erlebnis beigetragen haben!

Beste Grüße

Das Judoteam

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