Judo

1. Büttgener Judonacht vom 19. auf den 20. Juni

15. Mai 2019

das offizielle
das offizielle "vorher"-Foto zu Beginn der Veranstaltung

AKTUALISIERUNG: Ergebnisse der Judo-Safari nachgetragen!

24 Stunden Judo nonstop – unsere 1.Büttgener Judonacht war ein voller Erfolg!

Wir hatten uns für den Juni etwas ganz Besonderes einfallen lassen und so startete am Mittwoch, dem 19. Juni 2019 nachmittags die 1. Büttgener Judonacht. In einer Marathon-Aktion wurde bis zum Nachmittag des darauf folgenden Feiertags durchgehend Action auf der Judomatte in der Turnhalle der Budica Grundschule geboten. Dem Aufruf folgten immerhin knapp 60 Vereinsmitglieder, denen ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus Technik-, Konditionstraining und Kampfeinheiten vom Trainer- und Abteilungsleitungsteam, das sich aus Marion Pfaff, Claus Clüsserath, Werner Adler und Herbert Thora zusammensetzt, geboten wurde.

Doch nicht nur für Mitglieder des VfR war diese Veranstaltung gedacht, denn von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr stand am Mittwochabend die Halle für alle interessierten Besucher offen. Neben zahlreichen Demonstrationen wurden bei sommerlichen Temperaturen auch die Geschichte und die Prinzipien des Judosports nebst der Judowerte, Einblicke in die Kampfregeln und Auszüge in Judo als Selbstverteidigung dem interessierten Publikum näher gebracht. Auch die Mitmachaktionen kamen sehr gut an, sodass trotz der großen Hitze fast 20 Jugendliche und Erwachsene die Leihjudogi überstreiften und neben der Fallschule rückwärts und seitwärts auch zwei Würfe und zwei Haltegriffe erlernen konnten. Das gesamte Programm des öffentlichen Teils ist detailliert sowohl bei den Fotos, als auch im Downloadbereich zu finden.

Den ganzen Abendblock über gab es für alle ein von den Eltern gestiftetes Buffet mit köstlichen Speisen und vom Verein bereitgestellten Getränken. Und auch wenn der Wettergott zwischendurch mal immer wieder kurz die Schleusen öffnete, tat dies der Stimmung keinen Abbruch, verhieß es doch Hoffnung auf evtl. angenehmere Temperaturen.

Nach Ende des öffentlichen Teils wurde es wieder etwas ruhiger in der Halle und ein Vorbereitungstraining für die nächste Gürtelprüfung bildete den nächsten Programmpunkt. Parallel dazu holten die Judoka, die auch über Nacht bleiben wollten, ihre Schlafsäcke und Unterlagen (und Schmusetiere in teils beachtlicher Größe) in die Halle und richteten sich häuslich ein. Schon bis dahin kam die Veranstaltung so gut an, dass sich zwei TeilnehmerInnen, die eigentlich daheim Kraft für die Judo-Safari sammeln wollten, doch noch „umbuchten“ und auch in der Halle blieben.

Im Anschluss wurden die „Nachtaktiven“ in vier gleich große Trainingsgruppen aufgeteilt, die dann den Zeitraum von 1:00 Uhr bis 7:00 Uhr zu je 90 Minuten mit Schwerpunkt Bodenarbeit bestritten, damit die vornehmlich Kinder und Jugendlichen doch etwas zur Ruhe kommen können sollten. Das war zumindest der Plan. Dies erwies sich jedoch in einer Halle, die immer erleuchtet war und den das Training begleitenden Geräuschen als nicht ganz einfach und so kam der Schlaf bei vielen zu kurz oder fiel sogar ganz aus. Ein ganz besonderes Vergnügen war dennoch, dass die Gruppe, die gerade aktiv war, die Teilnehmer der nächsten Gruppe wecken durfte. Dass diese u.U. etwas Anlauf brauchten, bis sie im Judoanzug auf der Matte standen und auch dort noch gewisse Spuren an Müdigkeit deutlich wurden, zeigen die Gruppenfotos aus der Nacht jeweils zu Beginn der Trainingseinheit recht anschaulich ;-)

Nachdem die Erwachsenen versetzt eine erfrischende Dusche zum Ankurbeln der Lebensgeister genossen hatten, ließ Werner Adler es sich nicht nehmen, durch eine seiner weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten (manche sagen auch „gefürchteten“) Gesangeseinlagen die wenigen noch schlafenden Judoka zu wecken, was aber nur mit mäßigem Erfolg gelang. So kam es, dass ein paar Minuten mehr im Schlafsack dem Waschraum doch bei der ein oder anderen Person vorgezogen wurde.

Nachdem die Brötchen von der Bäckerei abgeholt waren und in der Zwischenzeit bereits die Heinzelmännchen und –frauchen schon für weitere Bänke und Tische vor der Halle gesorgt und diese auch mit diversen köstlichen Belegen und Getränken versehen hatten, stand dann ab 8:00 Uhr ein Frühstück für alle Teilnehmer der Nacht und die so langsam wieder dazu stoßenden Judoka für die beiden letzten Blöcke zur Verfügung, das in Gruppen eingenommen wurde. Derweil gab es leichte sportliche Einlagen in der Halle, um den kontinuierlichen Betrieb sicher zu stellen.

Den nächsten Programmpunkt bildete eine Judo-Safari für alle Teilnehmer bis 14 Jahren. Neben einem Parcours mit Laufen, Slalom, Judorollen (wahlweise auch Purzelbäume für die Kleineren) und Überwinden von Hindernissen auf unterschiedlichen Weisen (z.B. Balancieren über eine Bank, bäuchlings über eine Bank ziehen – hier empfiehlt es sich vor allem für die Jungs, den Gürtel vorher nicht zu verlieren, da nackter Bauch/Brust auf Holzbank nicht so gut rutscht - und flanken oder springen über einen Kasten), standen noch Mattenstandweitsprung und Sockenzielwerfen auf dem Programm. Als ebenfalls zu einer Judo-Safari gehörenden Kreativaufgabe wurde von den Teilnehmern ein Memory-Spiel mit Judo- und anderen Motiven gemalt, bevor es dann zum die Safari abschließenden japanischen Turnier mit Trostrunde ging. Hier wurde je nach Alter und Kenntnisstand auch noch einmal in „Mattenschubsen“ und „Wettkampf“ unterschieden.

Gegen Ende des Turniers und nach über 20 Stunden auf der Matte ließ es sich die Kaarster Bürgermeisterin, Frau Dr. Ulrike Nienhaus, nicht nehmen und kam persönlich in die Halle, um den aktiven Judoka noch einmal für den Endspurt motivierend zuzureden. Klar, dass wir da natürlich auch noch einmal ein Gruppenfoto machen mussten :-)

Zur gleichen Zeit wurden bereits die Grills vor der Halle angeschmissen und somit standen für die Teilnehmer und ihre Familien ein leckeres Mittagessen aus Würstchen mit Brötchen und Salaten zur Verfügung.

Während in der Halle die letzten leichten Trainingseinheiten liefen, wurde von vielen fleißigen Händen bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. So konnten wir nach ziemlich genau 24,5 Stunden überglücklich die Halle abschließen.

Wir bedanken uns vielmals für die Spenden für das Abendbuffet, für die zusätzlichen Spenden in unserem Sparschwein und die viele aktive Hilfe bei der Durchführung unserer Veranstaltung, ohne die ein so reibungsloser Ablauf nicht möglich gewesen wäre. Da wir niemanden vergessen wollen, möchten wir an dieser Stelle auf namentliche Nennungen verzichten. Vielen Dank auch an die fleißigen FotografInnen, die uns mit schönen Bildern versorgt haben, aus der wir uns stets bemühen, einen angemessenen Querschnitt zu finden.

Danke auch an die zuständigen Ämter und Stellen, die uns nach Vorlage des Konzeptes die Hallennutzung - auch in den Nachtstunden - ermöglichten und durch Installation einer temporären Notbeleuchtung und anderer Maßnahmen den Weg für dieses unvergessliche gemeinsame Sporterlebnis ebneten.

Und vielen Dank natürlich auch an die tapferen Judoka, die diesen Marathon auf der Matte durch ihre Teilnahme und sportlichen Leistungen überhaupt erst ermöglichten. Da ist es auch nicht schlimm, dass wir für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde –wie schon im Vorfeld angekündigt - noch bei Teilnehmerzahl und Dauer ein Schüppchen zulegen müssten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden … und man braucht ja schließlich Ziele :-)

Wir werden zeitnah die Leistungen der Judo-Safari auswerten und die in den einzelnen Disziplinen erzielten Punkte zu einem Gesamtergebnis zusammen rechnen, so dass wir dann die Ergebnisse bekannt geben und beim Deutschen Judo Bund das entsprechende Set aus Urkunde, Aufkleber und Aufnäher für die Judoka bestellen können, die dies bei ihrer Anmeldung oder im Laufe der Veranstaltung noch angegeben hatten.

Die Ergebnisse werden dann auch in einer Aktualisierung in diesem Bericht veröffentlicht werden.

Beste Grüße

Das Judoteam

PS: für das Guinness Buch der Rekorde müssen wir übrigens die Leistungen einer Gruppe von 277 Judokas schlagen, die im Jahre 2015 sogar 72 Stunden am Stück durchgehend trainiert haben

Ergebnisse der Judo-Safari vom Donnerstag:

  • Gelbes Känguru

Josefine K.
Lujain S.
Sofia S.

  • Roter Fuchs

Anna R.
Ava A.
Ben H.
Carlotta L.
Enno S.
Franziska K.
Hannah R.
Laura P.
Lea D.
Majed S.
Mathilda L.
Mats M.
Max M.
Munzer S.
Mustafa M.
Oceane S.
Paula R.
Phillipp S.
Sara D.
Tristan P.

  • Grüne Schlange

Leo W.
Mia M.
Nick R.

  • Blauer Adler

Jan K.
Jule K.
Quinn B.

  • Brauner Bär

Jan B.
Jonah S.

  • Schwarzer Panther

Hauke S.
Maya K.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Bilder
übersehen konnte man uns nicht
noch frisch nach der ersten Stunde gemeinsamen Trainings
Abgrüßen zum Ende des öffentlichen Teils gegen 22:00 Uhr
die 1. Trainingsgruppe in der Nacht von 1:00 Uhr bis 2:30 Uhr
die 2. Trainingsgruppe in der Nacht von 2:30 Uhr bis 4:00 Uhr
die 3. Trainingsgruppe in der Nacht von 4:00 Uhr bis 5:30 Uhr
die 4. Trainingsgruppe in der Nacht von 5:30 Uhr bis 7:00 Uhr - mit Morgendämmerung
am Donnerstag Morgen vor dem Start der Judo-Safari
die Ergebnisse der Kreativ-Aufgabe der ersten Gruppe
Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus motiviert persönlich für die letzten Stunden
Motivation im Endspurt durch Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus (4. von links)
Geschafft! Ob sich da schon jemand auf sein Bett freut??

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