Speedskating

Silke Röhr holt Bronze bei der Masters Europameisterschaft im Marathon in Dijon

11. Juni 2013

v.l.: Barbara Bakosova, Dorthe Olsen, Silke Röhr
v.l.: Barbara Bakosova, Dorthe Olsen, Silke Röhr

Bei den am 9.6. im französischen Dijon ausgetragenen Europameisterschaften der Masters gewinnt die 38-jährige Speedskaterin vom VfR Büttgen bereits ihre insgesamt 6. Medaille bei internationalen Meisterschaften.

Sie fährt wie ein Uhrwerk und so langsam wird es eng in ihrer Pokalvitrine. Silke Röhr, Weltmeisterin der Altersklasse 30 aus dem Jahr 2009, hat auch 4 Jahre nach ihrem größten Erfolg immer noch den unbedingten Willen Großes zu bewegen und hält ihre Klasse, selbst wenn sie mittlerweile die älteste Skaterin in der AK30 ist. Es galt einem starken französischen Team Paroli zu bieten und nicht zu früh den Anschluss an die vom Eisschnelllauf kommende, favorisierte Dänin Dorthe Olsen zu verlieren. Bei besten äußeren Bedingungen mussten 19 Runden auf dem 2,2 Km langen Rundkurs absolviert werden und während das Rennen verhalten startete, konnte sie die ersten Attacken ihrer Konkurrentinnen mühelos kontern. Vielleicht wäre das der Moment gewesen sich selbst abzusetzen aber wie sie selbst sagt: „eine richtige Gegenattacke zu setzen liegt mir leider nicht, es war auch noch nicht einmal die Hälfte des Rennens gelaufen aber ist wohl auch eine meiner Schwächen und dann zog die Dänin plötzlich an und bevor wir uns vernünftig in der Verfolgung organisiert hatten war sie mit ihrem typischen Eisschnelllaufschritt weggezogen“. Selbst durch schnellen Führungswechsel kamen die Verfolger dann nicht mehr an sie heran und Dorthe Olsen siegte ungefährdet mit gut vier Minuten Vorsprung. Kurz vor Ende attackierte die Slowakin Barbara Bakosova und konnte sich ebenfalls noch 26 Sekunden von Röhr absetzen, die ihrerseits mit vier Sekunden Vorsprung die Bronzemedaille einfuhr. Röhr war jedenfalls überglücklich und stolz , sich in einem immer schwerer werdenden Feld noch so gut behaupten zu können, um das Treppchen bei einer internationalen Meisterschaft zu erobern. Doch damit nicht genug: „jetzt heißt es Schwächen weg zu trainieren, um bei der WM erneut voll angreifen zu können.“

Ebenfalls mit Top-Leistungen glänzten auch die weiteren Nationalmannschaftsmitglieder des VfR Büttgen. In der AK40 fuhr Silke Zimmermann in 1:25:35 Std.. auf einen hervorragenden 6. Rang und verpasste das Podium um 5 Minuten. Andreas Lichtenstein konnte die Herrenspitze der AK40 leider nur bis zum Halbmarathon halten und fuhr lediglich 3 Minuten nach der Spitze in erstklassigen 1:13:45 Std. auf Gesamtrang 20.

Aufgrund von Problemen mit der Zeitmessung liegen nicht alle Einzelzeiten vor, die Ergebnisse finden Sie auf http://amsports.fr/

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